Werkhof SH POWER: Projekt wird angepasst und Vorprojekt ausgearbeitet

Die Verwaltungskommission der Städtischen Werke SH POWER hat an ihrer gestrigen Sitzung von den Resultaten der Überarbeitung des Projekts Werkhof SH POWER Kenntnis genommen. Die Kosten für das überarbeitete Projekt konnten deutlich reduziert werden, liegen aber immer noch über dem bewilligten Kredit. Die Verwaltungskommission will das angepasste Projekt weiterverfolgen und lässt ein Vorprojekt ausarbeiten, um detaillierte Zahlen für die weiteren Schritte zu erhalten. Die Vorlage für den benötigten Zusatzkredit wird dem Grossen Stadtrat Anfang 2019 unterbreitet.

Die Verwaltungskommission der Städtischen Werke SH POWER hatte Anfang Dezember 2017 an einer ausserordentlichen Sitzung entschieden, das Projekt Neubau Werkhof von SH POWER in Zusammenarbeit mit dem Bereich Hochbau der Stadt Schaffhausen grundsätzlich überarbeiten zu lassen. In den vergangenen Monaten wurden mehrere mögliche Projektvarianten geprüft. Auch die Nutzungsanforderungen an den neuen Werkhof wurden nochmals genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden die bisherigen Annahmen bestätigt.

Ziel ist es nach wie vor, dass ein optimal funktionierender Werkhof gebaut werden kann. Im Neubau sollen rund 100 Mitarbeitende von SH POWER unter einem Dach arbeiten. Das Areal des heutigen Werkhofs am Lindli wird freigespielt. Ausgangslage für die geprüften Varianten war das bestehende Projekt, dessen Kosten gemäss den aktualisierten Planungen 18.3 Millionen Franken betragen und damit 5.2 Millionen Franken über dem bewilligten Kredit in Höhe von 13.1 Millionen Franken für die Baukosten, die Betriebseinrichtung und -ausrüstung liegen. Zur Reduktion der Kosten wurden drei mögliche Umsetzungsvarianten geprüft.

  • Eine Optimierung des bestehenden Projekts, bei welcher die Kosten etwa um 1.7 Millionen Franken reduziert werden könnten, aber immer noch um 3.5 Millionen Franken über dem bewilligten Kredit liegen würden.
     
  • Ein überarbeitetes Projekt mit „Nutzungstrennung“, das heisst, die Büros und das Lager mit der Werkstatt werden in zwei separaten Gebäuden untergebracht. Bei dieser Variante ist die Funktionalität des Werkhofes gewährleistet. Die Kosten könnten so gegenüber dem Ursprungsprojekt um rund 2.9 Millionen Franken reduziert werden und liegen gemäss heutigem Wissenstand rund 2.3 Millionen Franken über dem Kredit.
     
  • Eine Minimalvariante mit Kosten im Rahmen des genehmigten Kredites, mit der jedoch die Funktionalität des Werkhofes nicht gewährleistet wäre. Mehrere Bereiche könnten nicht in den neuen Werkhof umziehen und das Areal am Lindli könnte nicht im vorgesehenen Mass freigespielt werden. Bei dieser Variante wäre der Neubau des Werkhofes wegen der unzureichenden Funktionalität nicht sinnvoll. Eine mit externer Begleitung durchgeführte Organisationsentwicklung im Rahmen der Überarbeitung des Projektes hat dies eindeutig bestätigt.

Die Verwaltungskommission hat sich klar für die Variante „Nutzungstrennung“ entschieden, was sich auch mit der Empfehlung der Projektleitung des Hochbauamtes deckt. Wird der Werkhof in zwei separate Gebäude unterteilt, muss das Lagergebäude unter anderem nur minimal geheizt werden und weist geringere Anforderungen an die Gebäudetechnik auf. Diese Variante hat den Vorteil, dass die Anzahl der Arbeitsplätze den Vorgaben der Volksabstimmung entspricht. Auch ist sie bautechnisch einfacher umsetzbar und birgt deshalb weniger Risiken.

Die Verwaltungskommission hat gestern beschlossen, basierend auf der Variante „Nutzungstrennung“ ein Vorprojekt ausarbeiten zu lassen, um detaillierte Zahlen zu den Kosten und damit mehr Sicherheit für die anstehenden politischen Entscheide zu erhalten. Anschliessend wird der Stadtrat Anfang 2019 im Rahmen einer Vorlage den Grossen Stadtrat über das überarbeitete Projekt informieren und einen Zusatzkredit für die Realisierung des Werkhofs in der optimierten Variante beantragen.

Zur Vorgeschichte: Im Rahmen der Detailplanung des Projektes Neubau Werkhof SH POWER wurde im September 2017 festgestellt, dass im Vergleich zu den anfänglich geschätzten Kosten, welche Basis für die Volksabstimmung bildeten, mit wesentlichen Mehrkosten zu rechnen ist. Diese sind über alle Phasen des Projekts - von der Machbarkeitsstudie über die parlamentarische Beratung bis zum Bauprojekt - aufgelaufen. Rückblickend kann man sagen, dass die Berechnungen im Vorprojekt zum Teil ungenau und unvollständig waren und Kosten nicht sauber nachgeführt wurden, wenn das Projekt angepasst wurde. Hinzu kamen erst nach der Volksabstimmung bekannt gewordene Auflagen zum Hochwasserschutz.

Aufgrund der absehbaren Mehrkosten wurde die Baufreigabe nicht erteilt und eine Überarbeitung der Planung in Auftrag gegeben, bevor überhaupt Baukosten entstanden. Die Verwaltungskommission der Städtischen Werke SH POWER hat im Dezember 2017 an einer ausserordentlichen Sitzung entschieden, das Projekt Neubau Werkhof von SH POWER in Zusammenarbeit mit dem Bereich Hochbau der Stadt Schaffhausen grundsätzlich überarbeiten zu lassen. Das Projekt war am 5. Juni 2016 von den städtischen Stimmberechtigten mit einem Kredit über 17.82 Millionen Franken bei einer Kostengenauigkeit von +/- 15% bewilligt worden. In diesem Gesamtkredit sind die Baukosten, Betriebseinrichtung und Ausrüstung, wie auch Kosten für den Umzug und den Rückbau enthalten. Der Kredit für den Neubau liegt bei 13.1 Millionen Franken. Der Neubau wird auf dem Gelände des Kompetenzzentrums Tiefbau des Kantons im Schweizersbild erstellt. Damit soll der bisherige Standort von SH POWER im Gaswerkareal am Lindli für eine Wohnraumentwicklung freigespielt werden.

Ansprechperson:

Peter Neukomm,
Präsident der Verwaltungskommission SH POWER
+41 52 632 52 11
 peter.neukomm@stsh.ch