Qualität im Glas

In Schaffhausen sprudelt gutes Trinkwasser aus dem Hahn. Gefiltert durch unzählige Gesteinsschichten. Kontrolliert von einer wasserdichten Qualitätssicherung: Das Mess- und Leitsystem von SH POWER überwacht seine Werte rund um die Uhr. Und mit über hundert Wasserproben prüft SH POWER die Qualität weit über das vorgeschriebene Mass hinaus. 

Aus der Tiefe in den Hahn: Der Weg unseres Trinkwassers

Wasserhärten und Druckzonen

Was bedeutet Wasserhärte?

Regenwasser nimmt sich Zeit bevor es im Grundwasserstrom ankommt. Je «älter» das Wasser ist, desto besser. Es reinigt sich nicht nur länger. Auf seiner Reise löst es auch mehr Mineralien aus dem Gestein. Für die Härte des Wassers sind Kalzium und Magnesium verantwortlich. Wasserhärte bezeichnet die Konzentration von Calcium und Magnesium im Wasser. In der Schweiz wird das Wasser in sechs Härtestufen eingeteilt und in französischen Härtegraden (ºfH) angegeben. 1ºfH entspricht 0,1 Millimol Kalzium- und Magnesiumionen pro Liter Wasser.

Verschiedene Druckzonen – andere Härtegrade

Die untere und obere Druckzone schürft Wasser aus zwei Grundwasserströmen. Nämlich dem Bibertal und einem Arm, der fünfzig Meter unter dem Rhein fliesst. Hingegen tankt die mittlere Druckzone nur Grundwasser aus dem Bibertal. Aufgrund der Bodenbeschaffenheit ist das Wasser dort relativ hart. 

Die Wasser Druckzonen

Wasserqualität

 

untere Druckzonemittlere Druckzoneobere DruckzoneHemmentalQualitätsziel

ph-Wert

7.657.457.657.55

 

Gesamthärte in °fH

22.13322.124.6

 

Calcium mg/l

58.484.358.49040–125

Magnesium mg/l

15.22515.23.055–30

Nitrit mg/l

n.n.n.n.n.n.n.n.

<0.01

Nitrat mg/l

7.5712.27.573.8

<25

Chlorid mg/l

11.514.511.52<20

Sulfat mg/l

32.638.632.66.810–50

Chlorothalonil Abbauprodukt R471811 µg/l

0.3

0.3

0.3

n.n.

<0.1

n.n.: nicht nachweisbar

Chlorothalonil Abbauprodukt R471811 µg/l

Im Dezember 2019 verbot der Bund das Pilzbekämpfungsmittel Chlorothalonil. Seither gilt für alle Abbauprodukte von Chlorothalonil ein strenger Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter Trinkwasser. Eine Überschreitung bedeutet keine Gesundheitsgefahr. Der Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter Wasser ist in der Schweiz vorsorglich und insbesondere aus qualitativen Gründen sehr tief angesetzt. Das Wasser kann weiterhin normal getrunken werden. Mit dem Verbot von Chlorathalonil werden sich die Abbauprodukte im Grundwasser sukzessive verringern. Allerdings wird es Geduld brauchen. Erfahrungen von anderen Pflanzenschutzmitteln zeigen, dass die Rückstände auch noch Jahre oder gar Jahrzehnte nach einem Verbot festgestellt werden. Regelmässige Wasserproben werden Aufschluss darüber geben, wie sich die Situation verändert. SH POWER steht mit dem Interkantonalen Labor diesbezüglich in engem Kontakt.

 alle DruckzonenQualitätsziel

ph-Wert

7.5

 

Gesamthärte in °fH

21.4

 

Calcium mg/l

61.2040–125
Magnesium mg/l11.505–30
Nitrit mg/ln.n.

<0.01

Nitrat mg/l6.93

<25

Chlorid mg/l12.6<20
Sulfat mg/l33.910–50

n.n.: nicht nachweisbar